Welche Werte sind entscheidend?

So finden Sie das passende Inhalationsgerät

Auf dem Markt sind viele verschiedene Inhalationssysteme im Angebot, die alle einen unterschiedlichen Ansatz haben. Wir möchten ihnen kurz die verschiedenen Wirkweisen und Anwendungsgebiete vorstellen.

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    MMAD

    Durchschnittliche Teilchengröße des Aerosolnebels

    Das Teilchenspektrum eines Inhalationsgerätes entscheidet darüber, wo ein Großteil des Wirkstoffes in den Atemwegen deponiert wird. Es ist also wichtig, das für die Therapie passende Gerät auszuwählen.

    Aber was ist das Teilchenspektrum genau?
    Der Nebel der aus einem Inhalationsgerät strömt besteht aus vielen einzelnen Aerosoltropfen unterschiedlicher Größe, deren Durchmesser in „µm“ (= ein tausendstel Millimeter) beschrieben wird. Je kleiner die Tröpfchen sind, desto mehr Wirkstoffmenge gelangt in die tiefen, fein verästelten Atemwege.

    Der bei den Geräten angegebene Wert MMAD (Mass Medium Aerosol Diameter) bezeichnet dabei die durchschnittliche Größe der Tröpfchen im Aerosolnebel, das sog. Teilchenspektrum.

    Die grünen Balken (s. Skizze unten) stellen die verschiedenen Teilchengrößen im Aerosolnebel dar. Es gibt also Teilchen in der Größe von 0,1 µm bis ca. 13 µm in unterschiedlicher Menge. (Hinweis: Abstände auf der Skala sind nicht proportional).

    Ein hoher Anteil kleiner Teilchen garantiert, dass das Aerosol bei Babys und Kleinkindern die unteren Atemwege ideal erreichen.

    Beispiel für die Aerosolverteilung eines Inhalationsgerätes

     

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    RDDR

    Die am Mundstück abgegebene lungengängige Medikamentenmenge pro Zeiteinheit

    Ein weiterer wichtiger Qualitäts-Indikator eines Inhalationsystems ist der sogenannte RDDR-Wert (Respirable Drug Delivery Rate), der in µg/min oder µl/min angegeben wird.

    Im Vergleich zum MMAD zeigt der RDDR nicht nur an, wie fein der Inhalator das Aerosol vernebelt, sondern wie viel Medikament sich tatsächlich in der Lunge ablagert und wie schnell es dort deponiert wird.

    Ein größerer RDDR-Wert bedeutet demnach, dass eine höhere Dosis an Medikament pro Minute in den unteren Atemwegen deponiert wird. Achten Sie auch bei diesem Vergleich darauf, dass die zu vergleichenden Geräte nach der aktuellen EU-Norm (EN 13544-1) getestet sind.

    RDDR in µg/min für Teilchen < 3,3 µm* (linke Tabelle)
    RDDR in µg/min für Teilchen < 5 μm* (rechte Tabelle)

    rddr_tabelle

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